Etappe 7 – Der Weg zum Orakel

Oder zumindest dorthin, wo man sich vielleicht ein paar Weisheiten abholen könnte.

Die heutige Etappe führte nach

Delphi

Zum berühmten Orakel von Delphi.

Geplant war das ursprünglich zwar nicht ganz in dieser Reihenfolge.

Aber unterwegs zeigt sich ohnehin immer wieder:

Pläne sind eher Empfehlungen.

Und vielleicht passt es sogar ganz gut, sich gerade hier ein paar Antworten zu holen.


🧭 Zwei Wege – und einmal vernünftig entschieden

Mein Navi hatte heute früh zwei Möglichkeiten parat.

Variante eins:

mäßig kurvig
keine Autobahn
einige längere gerade Stücke

Fahrzeit:

rund 3 Stunden

Oder:

Variante zwei

Kurve um Kurve

Kaum 100 Meter geradeaus

Und dafür gut 8 Stunden

Nach den letzten beiden längeren Etappen war die Entscheidung heute überraschend vernünftig:

Die kürzere Strecke.

Und rückblickend war das tatsächlich die richtige Wahl.

Denn nicht lange nachdem ich später im Hotel eingecheckt hatte, geduscht war und mein Ankunftsbier bestellt hatte…

…fielen tatsächlich ein paar Regentropfen.

Nur kurz.

Nur wenig.

Aber immerhin.

Perfektes Timing also.


⛽ Erst einmal tanken

Nach dem Frühstück ging es zunächst zur Tankstelle.

Das hatte ich gestern noch elegant vergessen.

Black Beauty hält sich beim Durst erfreulich zurück.

Aktuell liegt sie bei etwa

5,3 Liter auf 100 Kilometer

Mit dem großen Tankvolumen kommt man ohnehin erstaunlich weit.

Aber ganz ohne Nachfüllen sollte man es nicht übertreiben.

Also vollmachen.

Und los.


🛣️ Erst eher fad…

Die Strecke begann Richtung

Trikala

weiter über

Karditsa

und später Richtung

Lamia

Ganz ehrlich:

Der erste Teil war eher zäh.

Schlechter Straßenbelag.

Lange Gerade.

Unmotiviert platzierte Ampeln.

Kreisverkehre.

Und immer wieder dieses Gefühl:

Da könnte landschaftlich deutlich mehr gehen.

Zum Glück war Sonntag.

Wenig Verkehr.

Das half.


🏍️ …dann endlich wieder Fahrspaß

Ab Lamia wurde es deutlich besser.

Plötzlich wieder Kurven.

Mehr Rhythmus.

Mehr Motorrad.

Mehr Spaß.

Der Belag war zwar weiterhin nicht perfekt.

Aber die Strecke bekam endlich wieder Charakter.

Und genau das macht den Unterschied.

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Die Temperaturen waren dabei konstant hoch.

Mit rund 32 Grad.

Und auch mit Mesh-Montur merkt man irgendwann:

Warm bleibt warm.


🍺 Delphi erreicht

Dann endlich:

Delphi

Schnell im Hotel eingecheckt.

Duschen.

Dann das obligatorische Ankunftsbier.

Und ja:

Die Preise steigen tatsächlich mit jedem Kilometer weiter Richtung Süden.

Die paar Regentropfen kurz abgewartet.

Danach kam die Sonne schon wieder zurück.

Und durch die kurze Abkühlung fühlten sich 24 Grad plötzlich fast frisch an.

Gut, dass die dickere Jacke mitgekommen ist.

Man weiß ja nie.


🏛️ Zeit für Kultur

Und dann endlich zum eigentlichen Ziel des Tages:

Das Orakel von Delphi.

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Ein Ort mit Geschichte.

Mit Atmosphäre.

Und mit diesem besonderen Gefühl, dass hier schon vor unglaublich langer Zeit Menschen genau aus demselben Grund hergekommen sind:

Auf Antworten hoffen.

Oder zumindest auf ein bisschen Orientierung.

Ob das Orakel mir heute etwas verraten hat?

Vielleicht.

Oder vielleicht war es einfach schön, hier zu sein.

Auch das reicht manchmal völlig aus.


Jetzt heißt es:

Blog fertig schreiben.

Etwas Gutes zum Abendessen finden.

Und dann schauen, wohin morgen die Straße führt.

In diesem Sinne:

Bis morgen. 🏍️🇬🇷

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