Oder zumindest dorthin, wo man sich vielleicht ein paar Weisheiten abholen könnte.
Die heutige Etappe führte nach
Delphi
Zum berühmten Orakel von Delphi.
Geplant war das ursprünglich zwar nicht ganz in dieser Reihenfolge.
Aber unterwegs zeigt sich ohnehin immer wieder:
Pläne sind eher Empfehlungen.
Und vielleicht passt es sogar ganz gut, sich gerade hier ein paar Antworten zu holen.
🧭 Zwei Wege – und einmal vernünftig entschieden
Mein Navi hatte heute früh zwei Möglichkeiten parat.
Variante eins:
mäßig kurvig
keine Autobahn
einige längere gerade Stücke
Fahrzeit:
rund 3 Stunden
Oder:
Variante zwei
Kurve um Kurve
Kaum 100 Meter geradeaus
Und dafür gut 8 Stunden
Nach den letzten beiden längeren Etappen war die Entscheidung heute überraschend vernünftig:
Die kürzere Strecke.
Und rückblickend war das tatsächlich die richtige Wahl.
Denn nicht lange nachdem ich später im Hotel eingecheckt hatte, geduscht war und mein Ankunftsbier bestellt hatte…
…fielen tatsächlich ein paar Regentropfen.
Nur kurz.
Nur wenig.
Aber immerhin.
Perfektes Timing also.
⛽ Erst einmal tanken
Nach dem Frühstück ging es zunächst zur Tankstelle.
Das hatte ich gestern noch elegant vergessen.
Black Beauty hält sich beim Durst erfreulich zurück.
Aktuell liegt sie bei etwa
5,3 Liter auf 100 Kilometer
Mit dem großen Tankvolumen kommt man ohnehin erstaunlich weit.
Aber ganz ohne Nachfüllen sollte man es nicht übertreiben.
Also vollmachen.
Und los.
🛣️ Erst eher fad…
Die Strecke begann Richtung
Trikala
weiter über
Karditsa
und später Richtung
Lamia
Ganz ehrlich:
Der erste Teil war eher zäh.
Schlechter Straßenbelag.
Lange Gerade.
Unmotiviert platzierte Ampeln.
Kreisverkehre.
Und immer wieder dieses Gefühl:
Da könnte landschaftlich deutlich mehr gehen.
Zum Glück war Sonntag.
Wenig Verkehr.
Das half.
🏍️ …dann endlich wieder Fahrspaß
Ab Lamia wurde es deutlich besser.
Plötzlich wieder Kurven.
Mehr Rhythmus.
Mehr Motorrad.
Mehr Spaß.
Der Belag war zwar weiterhin nicht perfekt.
Aber die Strecke bekam endlich wieder Charakter.
Und genau das macht den Unterschied.

Die Temperaturen waren dabei konstant hoch.
Mit rund 32 Grad.
Und auch mit Mesh-Montur merkt man irgendwann:
Warm bleibt warm.
🍺 Delphi erreicht
Dann endlich:
Delphi
Schnell im Hotel eingecheckt.
Duschen.
Dann das obligatorische Ankunftsbier.
Und ja:
Die Preise steigen tatsächlich mit jedem Kilometer weiter Richtung Süden.
Die paar Regentropfen kurz abgewartet.
Danach kam die Sonne schon wieder zurück.
Und durch die kurze Abkühlung fühlten sich 24 Grad plötzlich fast frisch an.
Gut, dass die dickere Jacke mitgekommen ist.
Man weiß ja nie.
🏛️ Zeit für Kultur
Und dann endlich zum eigentlichen Ziel des Tages:
Das Orakel von Delphi.
Ein Ort mit Geschichte.
Mit Atmosphäre.
Und mit diesem besonderen Gefühl, dass hier schon vor unglaublich langer Zeit Menschen genau aus demselben Grund hergekommen sind:
Auf Antworten hoffen.
Oder zumindest auf ein bisschen Orientierung.
Ob das Orakel mir heute etwas verraten hat?
Vielleicht.
Oder vielleicht war es einfach schön, hier zu sein.
Auch das reicht manchmal völlig aus.
Jetzt heißt es:
Blog fertig schreiben.
Etwas Gutes zum Abendessen finden.
Und dann schauen, wohin morgen die Straße führt.
In diesem Sinne:
Bis morgen. 🏍️🇬🇷