Start in den dritten Reisetag.
Heute habe ich meinem geliebten Meer vorübergehend den Rücken zugekehrt.
Zumindest für einen Tag.
Statt Küste ging es heute ins Landesinnere.
Ziel der heutigen Etappe:
➡️ Mostar
Eine Stadt, die man schon unzählige Male auf Bildern gesehen hat – und die trotzdem ganz anders wirkt, wenn man plötzlich selbst davorsteht.
Das Wahrzeichen ist natürlich die berühmte
Stari Most
Die alte Brücke.
Und dort springen tatsächlich regelmäßig junge Männer in den Fluss.
Kein Wahnsinn.
Kein Notfall.
Sondern Sport.
Mutig.
Spektakulär.
Und – typisch für mich – jedes einzelne Mal genau verpasst.
Immer erst durch den plötzlich aufbrandenden Jubel aufmerksam geworden.
Aber gut.
Alles zu seiner Zeit.
🌅 Ein früher Start – freiwillig
Pünktlich um fünf Uhr früh war ich wach.
Zu Hause brauche ich trotz Wecker meist etwas Überredungskunst.
Hier?
Keine Chance.
Sobald man unterwegs ist, hält einen nichts im Bett.
Balkontür auf.
Warme Luft.
Und die Sonne begrüßt einen bereits freundlich über dem Meer.
Ein ziemlich guter Start in den Tag.
☕ Frühstück mit Rekordwert
Im Hotel Miramare gibt es Frühstück ab 7 Uhr.
Sehr gut übrigens.
Heute bestand es aus:
- einigen Spiegeleiern
- und sage und schreibe neun Espressi
Man muss Prioritäten setzen.
💻 Der Blog – oder besser gesagt: weiterhin Geduld gefragt
Danach der nächste Versuch, auf den Blog zuzugreifen.
Wieder ohne Erfolg.
Also Gepäck packen.
Verstauen.
Und auf den Support meines Hosters warten.
Erreichbar natürlich erst ab 9 Uhr.
Das Ticket vom Vortag?
Noch unbeantwortet.
Fairerweise war Feiertag.
Punkt 9 Uhr dann der Anruf.
Und die Ernüchterung:
„Ja, Sie sind im Ausland?
Derzeit gibt es bei einigen Servern Probleme beim Zugriff aus dem Ausland.
Es wird daran gearbeitet.“
Wann es gelöst wird?
Keine Ahnung.
Alternative?
Keine.
Einfach warten.
Ganz ehrlich:
Das ist für mich ein ziemliches Armutszeugnis.
Deshalb auch offen gesagt:
Mit meinem bisherigen Eindruck würde ich World4You aktuell nicht weiterempfehlen.
🏍️ Begegnung am Parkplatz
Beim finalen Beladen treffe ich noch ein deutsches Paar.
Bis gestern waren sie mit zwei Motorrädern unterwegs.
Dann hat sich eines davon spontan entschlossen, nicht mehr mitzumachen.
Keine kurzfristige Reparatur möglich.
In den nächsten zwei Wochen keine Aussicht, dass überhaupt jemand danach schaut.
Ergebnis:
Das Motorrad geht mit dem ADAC zurück.
Und beide fahren gemeinsam auf einem Motorrad Richtung Deutschland.
Der restliche Urlaub gestrichen.
Das sind Nachrichten, die einem kurz zu denken geben.
Und ein kleines ungutes Gefühl fährt plötzlich mit.
🌡️ Sehr heiß. Sehr schnell.
Wieder einmal etwas später gestartet als geplant.
Und es war bereits heiß.
Gestern war die Mesh-Montur schon angenehmer.
Heute früh habe ich dann den Grund entdeckt:
In der Meshhose war tatsächlich noch die Regenmembran eingeknöpft.
Raus damit.
Und plötzlich fühlt sich alles deutlich besser an.
Fast wie „unten ohne“.
Zumindest so lange, bis unterwegs die 35 °C erreicht waren.
Dann hilft irgendwann auch das beste Material nur noch begrenzt.
👮 Grenzübertritt mit Fanclub
Am Grenzübergang dann noch ein besonderer Moment.
Der kroatische Grenzbeamte schaut das Motorrad an.
Dann grinst er.
Und sagt:
„This is a GS.
A good motorcycle.
The best motorcycle.“
Nicht ich war gemeint.
Sondern Black Beauty.
Aber ich glaube, wir beide haben das als Kompliment verstanden.
🕌 Mostar angekommen
Erst einmal tanken.
1,50 € pro Liter – absolut in Ordnung.
Dann zur Unterkunft.
Preislich gut.
Top Lage.
Nur wenige Meter von der Brücke entfernt.
Dann der Klassiker:
Etwas nicht genau genug gelesen.
Überraschung Nummer eins:
Kein Balkon.
Damit kann man leben.
Überraschung Nummer zwei:
Kein Parkplatz.
Die Lösung:
15 € pro Tag auf dem bewachten Parkplatz direkt daneben.
Auch erledigt.
🍺 Preisniveau: plötzlich ganz anders
Das Willkommensbier setzt heute neue Maßstäbe:
🍺 Bier: 2,50 €
🍹 Aperol Spritz: 4 €
Nach Kroatien fühlt sich das fast surreal günstig an.
🌉 Mostar am Abend
Nach einer dringend notwendigen Dusche geht es los.
Pflichtprogramm:
Stari Most
Dann weiter durch die Altstadt und den muslimisch geprägten Teil der Stadt.
Dort komme ich mit einem Einheimischen ins Gespräch.
Akzentfrei.
Sehr entspannt.
Wir sprechen über Preise, Essen, Reisen – und natürlich über Bier.
Sein Kommentar sinngemäß:
Alkohol gilt religiös eher als unerwünscht.
Vielleicht erklärt das, warum er hier günstiger verkauft wird als manches andere.
Eine interessante Theorie jedenfalls.
Und definitiv ein Gespräch, das im Gedächtnis bleibt.
Beobachtung am Rand
Was heute auffällt:
Überdurchschnittlich viele Bettler.
Obwohl überall deutlich sichtbare Schilder hängen:
„Betteln verboten.“
Ein Bild, das einen schon ein wenig nachdenklich macht.
📸 Hier Bordcomputer-Foto nach der Etappe einfügen

Tag 3 geschafft – Ankunft in Mostar.
🎥 Hier Relive-Video einfügen
Die heutige Strecke im Rückblick – von der Küste nach Mostar.
🔧 Bloggen unterwegs bleibt Abenteuer
Damit dieser Beitrag überhaupt online geht, muss ich inzwischen kreativ werden.
Der Zugriff auf WordPress funktioniert weiterhin nur eingeschränkt.
Bilder hochladen ist nach wie vor schwierig.
Deshalb heute wieder eher minimalistisch.
Falls Bilder fehlen:
Vielleicht landen sie später im Blog.
Oder im Relive-Video.
🔜 Morgen
Das Ziel der morgigen Etappe steht noch nicht fest.
Nur eines ist sicher:
Es wird wieder ein anderes Land.
Und wie so oft entscheidet sich alles morgen früh.
Beim Kaffee.
Und mit Blick auf die Karte.
🏍️