Heute stand also die letzte große Rundtour auf Kreta auf dem Programm.
Morgen geht es bereits Richtung Fähre.
Und ehrlich gesagt:
Viel zu früh.
Gefühlt bin ich gerade erst angekommen.
Kaum hat man sich an die Straßen, die Temperaturen und den Tagesrhythmus gewöhnt, denkt man bereits wieder darüber nach, wie man das ganze Gepäck möglichst platzsparend verstauen kann.
Aber noch ist es nicht so weit.
Heute gehörte noch einmal ganz dem Westen Kretas.
🏍️ Die letzte Runde
Eigentlich war die heutige Route recht simpel geplant.
Von Agia Marina über Falassarna nach Elafonissi und anschließend wieder zurück.
Zumindest war das der Plan.
Und wie so oft auf dieser Reise hatte das Navi eigene Vorstellungen davon, wie dieser Plan umgesetzt werden sollte.
Aber dazu später mehr.
🌊 Falassarna
Das erste Ziel des Tages war Falassarna.
Ein Strand, der in nahezu jedem Kreta-Reiseführer auftaucht.
Und tatsächlich:
Beeindruckend ist er schon.
Kilometerlanger Sandstrand.
Kristallklares Wasser.
Viel Platz.
Und dahinter Landwirtschaft, Gewächshäuser und Felder.
Eine interessante Mischung.
Nach einem kurzen Spaziergang und der obligatorischen Kaffeepause stellte sich allerdings dieselbe Erkenntnis ein wie schon bei einigen anderen berühmten Stränden:
Ja, schön.
Ja, groß.
Aber am Ende eben doch ein Strand.
Und davon hat Kreta bekanntlich nicht gerade wenige.
🧭 Das Navi macht Navi-Dinge
Nach Falassarna ging es weiter Richtung Elafonissi.
Oder zumindest ungefähr.
Denn mein Navi entschied sich einmal mehr dafür, die Reise interessanter zu gestalten als unbedingt notwendig.
Statt direkter Verbindung gab es wieder einmal diverse kreative Umwege.
Mittlerweile nehme ich das mit Humor.
Früher hätte ich mich darüber geärgert.
Heute denke ich mir nur:
Wenn ich schon falsch fahre, dann wenigstens auf einer schönen Straße.
🌸 Elafonissi – oder auch nicht
Das nächste Ziel war der berühmte rosafarbene Strand von Elafonissi.
Jeder kennt die Bilder.
Türkisfarbenes Wasser.
Rosa Sand.
Postkartenmotiv.
Die Besonderheit:
Die letzten Kilometer führen normalerweise über eine unbefestigte Piste.
Genau deshalb blieben heute sämtliche Koffer in der Unterkunft.
Black Beauty war beinahe ein Leichtgewicht.
Zumindest nach meinen Maßstäben.
Bestens vorbereitet erreichte ich das Ende der Asphaltstraße.
Und dann kam alles anders.
🚧 Ende der Vorstellung
Vor mir:
Ein riesiger Parkplatz.
Noch ein riesiger Parkplatz.
Und dann noch einer.
Dazu Absperrungen.
Und jede Menge Personal.
Die Piste war gesperrt.
Normalerweise kein Problem.
Ein Adventurebike sieht so etwas eher als Einladung denn als Hindernis.
Heute allerdings wurde aktiv verhindert, weiterzufahren.
Und bevor jetzt jemand denkt:
„Stell das Motorrad halt irgendwo ab.“
Grundsätzlich kein Problem.
Die paar Euro Parkgebühr wären mir egal gewesen.
Aber ich hatte weder Lust, zwei Kilometer in Motorradstiefeln durch die Mittagshitze zu marschieren, noch wollte ich mich komplett einpacken, nur um ein paar Fotos zu machen und einen Kaffee zu trinken.
Also entschied ich mich für den geordneten Rückzug.
Elafonissi bleibt für dieses Mal unbesucht.
🚁 Mission Drohne
Auf dem Rückweg kam mir dann eine Idee.
Eine dieser Ideen, die entweder hervorragend funktionieren oder komplett scheitern.
Die Drohne hatte diese Reise bisher eher ein Schattendasein geführt.
Einmal durfte sie für ein paar Minuten aus dem Koffer.
Ansonsten war fast immer zu viel Wind.
Heute sollte sich das ändern.
Drei volle Akkus.
Reichweite mehr als ausreichend.
Perfekte Gelegenheit.
Also suchte ich mir einen Platz außerhalb der Sichtweite der Ordnungshüter und begann mit den Vorbereitungen.
Drohne aufstellen.
Kalibrieren.
100 % Akku.
Start.
Die ersten Meter verliefen problemlos.
Nach etwa zehn Metern Höhe änderte sich die Stimmung schlagartig.
Am Boden war der Wind bereits spürbar.
Weiter oben offenbar deutlich stärker.
Plötzlich blinkte die Warnmeldung auf:
Starker Wind – Flug nicht empfohlen.
Kurz darauf verweigerte die Drohne jede weitere Zusammenarbeit.
Sie landete selbstständig.
Und blinkte mich anschließend an, als wolle sie sagen:
„Heute sicher nicht.“
Mission gescheitert.
💨 Lektion des Tages
Für die Zukunft nehme ich mit:
Wenn die Drohne fliegen soll, dann möglichst früh am Morgen.
Je weiter der Tag fortschreitet, desto stärker wird hier offensichtlich der Wind.
Und gegen Physik hilft leider auch moderne Technik nur begrenzt.
⛽ Wellness für Black Beauty
Danach ging es auf bekannten Straßen zügig zurück Richtung Unterkunft.
Vorher bekam Black Beauty allerdings noch etwas Wellness.
Eine Tankfüllung.
Und eine gründliche Wäsche.
Nach den letzten Tagen hatte sie sich beides redlich verdient.
Mittlerweile sieht sie wieder aus, als würde sie tatsächlich gepflegt werden.
Zumindest bis morgen.
🎒 Die Kunst des Packens
Heute Abend wartet noch eine Herausforderung.
Das Gepäck.
Wieder einmal.
Ziel ist es, alles etwas effizienter zu verstauen.
Die Betonung liegt auf:
Versuch.
Denn bisher endet jede Optimierung meist damit, dass alles wieder dort landet, wo es ohnehin schon war.
⚓ Morgen
Morgen heißt es Abschied nehmen.
Zumindest vorübergehend.
Am Vormittag möchte ich mir noch einmal Chania ansehen.
Danach geht es Richtung Hafen.
Und am Abend wartet bereits die Fähre zurück aufs griechische Festland.
Für die Überfahrt plane ich diesmal sogar ein Internetpaket zu buchen.
Vielleicht lesen wir uns also bereits morgen wieder.
Falls nicht:
Spätestens übermorgen.
🎥 Relive-Video der heutigen Abschlussrunde
Agia Marina – Falassarna – Elafonissi (fast) – und zurück an die Westküste.
Bis bald.
🏍️🌊☀️
Doc-T on Tour